Schule Schloss Salem

Die Schule Schloss Salem wurde von Kurt Hahn 1920 in der Überzeugung gegründet, dass eine moderne Schule neben einer soliden akademischen Ausbildung unbedingt auch erzieherische und charakterbildende Aufgaben übernehmen muss. Zum ganzheitlichen Programm Salems gehören daher neben dem Unterricht eines staatlich anerkannten Gymnasiums bis heute handwerkliche, musisch-kreative und sportliche Angebote sowie die sozialen "Dienste". Mehr denn je ist man in Salem davon überzeugt, dass ein gutes Internat die ideale Lern- und Lebensform für Kinder und Jugendliche von heute ist.

Die Schule ist im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich gewachsen und verfügt heute neben dem Salemer Schloss als Sitz der Mittelstufe – 250 Schülerinnen und Schüler der Gymnasialklassen 8 bis 11 – noch über zwei weitere Standorte im näheren Umkreis: Burg Hohenfels, die Unterstufe für die 80 Schüler der Klassen 5 bis 7, sowie Salem International College, die Kollegstufe für die 270 Schüler der Klassen 12 und 13 und des International Baccalauréat. Mit seinen rund 600 internen Schülern ist Salem Deutschlands bestnachgefragtes Internat.

Um dem Anspruch eines Eliteinternates gerecht zu werden, hat Salem bereits vor Jahrzehnten damit begonnen, systematisch eine Tradition zur Vergabe von Leistungsstipendien aufzubauen. In Salem möchte man durch Stipendien Schülerinnen und Schüler gewinnen und auszeichnen, die begabt sind, die Vertrauen in sich und in die Welt besitzen und für die der Eintritt in eine Internatsgemeinschaft eine Herausforderung und Chance darstellt. Solche Schüler profitieren von Salem, aber auch umgekehrt dienen sie der Schule in hohem Maße: Sie stiften einen "esprit de corps", eine Atmosphäre der Hochschätzung von Engagement und Leistungsbereitsschaft, ein Ethos der Zustimmung zu den Grundsätzen der Salemer Pädagogik.

Von den jungen Menschen wird erwartet, dass sie dem Motto Salems folgen: "Plus est en vous" - "Es steckt mehr in Dir", und ihre Begabungen und Talente nach besten Kräften entwickeln. Dabei geht es um messbare akademische Leistung, aber vor allem auch um Charakterbildung.
Dieser Begriff bezeichnet den ganzheitlichen Ansatz der Erziehung in der Schule Schloss Salem. Ein junger Mensch soll seine Persönlichkeit entfalten im Zusammenleben mit anderen; er soll in den vielfältigen Aktivitäten von Unterricht und Internat zu einem politisch denkenden, sozial handelnden, toleranten Menschen heranwachsen und die Ziele der Salemer Erziehung, zusammengefasst in der Tugendtrias "Wahrheitsliebe, Mut und Verantwortung", in sich bewahrheiten.

Die Bewerber um ein Stipendium der Kurt-Hahn-Stiftung werden zu einer Auswahltagung eingeladen. Voraussetzung für eine Einladung sind nachgewiesene akademische Exzellenz und ein farbiges außerschulisches Interessenspektrum. Die Kriterien der Auswahltagung beziehen sich vor allem auf soziale Persönlichkeitsmerkmale wie Initiative und Durchsetzungsvermögen, Kooperations- und Teamfähigkeit, Toleranz und Rücksicht, Kreativität und Humor. In Salem versteht man unter Begabung mehr als nur intellektuelles Potential; geistige Fertigkeiten bedürfen einer runden Persönlichkeit, wenn Jugendliche zu förderlichen Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.