Kurt-Hahn-Stiftung

Die Kurt-Hahn-Stiftung wurde im Jahr 1984 gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die Erziehung und den Unterricht an der Schule Schloss Salem zu unterstützen. Im Zentrum steht der Gedanke, besonders begabten und leistungsfähigen Kindern und Jugendlichen durch Stipendien den Besuch Salems unabhängig vom Einkommen der Eltern zu ermöglichen. Damit ist die Stiftung dem Gründer Salems, Kurt Hahn, verpflichtet, der schon bald nach der Gründung der Schule den Anspruch erhob, daß ein Besuch dieser hervorragenden Schule nicht an finanziellen Rahmenbedingungen scheitern solle.

Leitend ist das Prinzip Verantwortung: Kindern und Jugendlichen muss über ihren individuellen Horizont und eine exzellente akademische Ausbildung hinaus ein Bewusstsein für die mitmenschlichen Zusammenhänge vermittelt werden; der Einzelne schuldet dem Nächsten, aber auch den übergreifenden Lebensverhältnissen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Natur eine verantwortungs- volle und kompetente Teilnahme. Das Internat ist hierfür der ideale Lernraum, und insofern stützt die Kurt-Hahn-Stftung den Ruf Salems, Eliteschule zu sein.


Die Kurt-Hahn-Stiftung wird von einem siebenköpfigen Vorstand geleitet und von einem Kuratorium bei seiner Arbeit beraten. Die administrative Verwaltung wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Essen übernommen. Auch die Mittelvergabe erfolgt unter Beachtung der steuerlichen und stiftungsrechtlichen Auflagen nach den Beschlüssen des Vorstandes durch den Stifterverband, der das Vermögen der Kurt-Hahn-Stiftung verwaltet. Die Kurt-Hahn-Stiftung erstellt jedes Jahr einen Tätigkeitsbericht. Der Vermögensnachweis wird von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert und von der Stiftungsaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen kontrolliert.

Das Stiftungsvermögen der Kurt-Hahn-Stiftung ist durch Zustiftungen auf € 3.6 Millionen angewachsen. Die satzungsgemäßen Leistungen innerhalb des Förderprogramms für Stipendien an der Schule Schloss Salem bewegen sich p.a. zwischen € 350.000 und € 600.000 je nach Spendeneingang.

Die Kurt-Hahn-Stiftung ist steuerbefreit und ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.

Wer sich entschließt, die Kurt Hahn-Stiftung zu unterstützen, wird nicht nur Salem fördern, sondern mithelfen, für unser Land weltaufgeschlossene Menschen mit Rückgrat zu erziehen und zu bilden.


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Geschichte der Kurt-Hahn-Stiftung

Im Jahr 1954 wird die "Vereinigung der Förderer der Schulen Schloss Salem e.V." gegründet. Die seit 1950 bestehende "Altsalemer Vereinigung ASV" (Altschüler Vereinigung) schafft 1963 einen Stipendienfonds, der 1967 in die "Stiftung zur Unterstützung der Salemer Schulen" übergeht. Diese wiederum bringt ihr Vermögen in die "Kurt-Hahn-Stiftung" ein, die sich am 24. Januar 1984 konstituiert; die "Vereinigung der Förderer" beteiligt sich mit einer Zustiftung. Aufgrund ihrer Rechtsfähigkeit und ihres weiter gefaßten Rahmens hat sie die Möglichkeit, einen größeren Personenkreis anzusprechen und durch Zustiftungen ein Kapitalvermögen zu bilden, aus dessen Erträgen in Zukunft mehr Stipendien und Investitionen finanziert werden können.

Golo Mann schreibt der Kurt-Hahn-Stiftung ins Gründungsbuch:

Wenn ein Ur-Altsalemer, Abitur 1923, hier kurz das Wort ergreift, so darum, weil das Unternehmen, um das es ihm geht, hoffnungsvoll erscheint.

Die Salemer Schulen gehören heute - heute wieder - zu den blühendsten ihrer Art: die "besten" darf ich sie nicht nennen, solche Superlative sind ja wohl unerlaubt. Dass neben der gewaltigen Mehrheit staatlicher Schulen auch private sein sollen, ist eine wohl von niemandem mehr im Ernst bestrittene Erkenntnis. (...) Eine Privatschule bedarf eines Vermögens. Für die alten englischen Public Schools, für die berühmten "Prep-Schools" und Colleges der Vereinigten Staaten ist das eine Selbstverständlichkeit. In Deutschland nicht und auch für Salem nicht. Hier bringt die neue Stiftung eine grundlegende Veränderung: Sie wird das Recht haben, Kapital anzusammeln. Wer ihr gibt, weiß, dass er für etwas Bleibendes gibt; beiträgt wie viel oder wenig auch immer, zu einer Summe, deren Zinsen dauern und zukünftigen Zwecken dienen (...).

Nirgendwo steht geschrieben, dass die Kinder wohlhabender Eltern geeigneter sein müssen, als jene weniger Begünstigter. Der wäre ein Narr, der solches behauptete. Nur: auch und gerade eine Privatschule sollte die ganze Gesellschaft, so wie sie gegenwärtig ist, repräsentieren, nicht nur die obersten Steuerklassen. Und unsere Gesellschaft ist keine hierarchisch aufgebaute mehr, wie die englische im 18. und 19. Jahrhundert; eine Grundbedingung, der auch Eton und Harrow sich nach Kräften angepasst haben. Daraus folgt: je mehr Stipendien, desto besser. Jede Schule, Staat in Miniatur, braucht eine Elite. Jene, die zu ihr gehören, dürfen es gar nicht wissen, sie ergibt sich diskret und auf natürlichstem Weg. Es ist die Elite, die den guten Geist des Instituts trägt und fortentwickelt. Sie kann heute nur noch von überall herkommen; von Studierenden, deren Eltern klingende Namen haben, und von jenen bescheidener Herkunft. Je unabhängiger eine Privatschule im finanziellen ist, desto näher wird sie diesem Idealziel kommen.

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Daten & Fakten der Kurt-Hahn-Stiftung

Gründung: 24. Januar 1984

Stiftungspräsident:
Dr. Dankwart von Schultzendorff
Kurt-Hahn-Stiftung
c/o ACE European Group Limited
Direktion für Deutschland
Lurgiallee 10
60439 Frankfurt am Main

Tel: +49-(0)69-75613 150
Fax: +49-(0)69-75613 4150

Siftungsadresse:
Kurt-Hahn-Stiftung
Frau Renate Zindler
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Barkhovenallee 1
D-45239 Essen

Tel: +49-(0)201-8401 183

Stiftungsvermögen:
ca. € 3.6 Millionen

Jährliche Fördermittel:
ca. € 300.000 bis € 600.000

Sondervermögen der Kurt-Hahn-Stiftung:
Cetto-Stiftung
von-Ruckteschell-Stiftung
Hüppe-Foundation
Graf von Rex Stiftung

Stiftungszweck:
(aus der Stiftungsurkunde der Kurt-Hahn-Stiftung, §2)

1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung von Erziehung und Unterricht an der Schule Schloss Salem und an ähnlichen Einrichtungen.

3. Sie erfüllt den Zweck insbesondere durch Förderung geeignet erscheinender Schüler und durch Gewährung von Zuschüssen für Projekte aller Art, seien sie unter erziehungswissenschaftlichen oder pädagogischen Zwecken empfohlen. Weiterhin unterstützt sie Investitionen, die zur Verbesserung der Bedingungen von Unterricht und Erziehung dienen.

4. Zuwendungen für bestimmte Zwecke im Rahmen des Stiftungszweckes sind zulässig.

5. Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Stiftung unterhält keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Stiftungszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

6. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.


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VORSTAND:

Dr. Dankwart von Schultzendorff
Vorsitzender der Kurt-Hahn-Stiftung

André Bartel
stellv. Vorsitzender der Kurt-Hahn-Stiftung

Almut Berger

Dr. Alfred Schefenacker

Robert Schöttle
Präsident der Altsalemer Vereinigung

Stefan Soiné

Renate Zindler
DSZ − Deutsches Stiftungszentrum GmbH

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Kuratorium

Dr. Dr. Thomas Bausch

Niko Becker

Nico Cetto

Hans-Joachim Danzer

Tim van Delden

Dr. Hildegard Hamm-Brücher

Christoph LaRoche

Beatrice Närger

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